Das Ergebnis in Gottes Hand

„Denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen.“ Galater 6, 9b
Was ist die Aufgabe Gottes, was die des Menschen? In einer Schulung für missionarische Einsätze wurde das so formuliert: „In der Kraft des Heiligen Geistes seinen Glauben bezeugen und die Ergebnisse Gott überlassen.“ Stimmt das so auch für das sportliche Ergebnis? Besteht ein erkennbarer Unterschied zwischen einem Ergebnis, das einfach aufgrund fleißiger Trainingsarbeit zustande gekommen ist und einem solchen, das Gott schenkt?

Dies Wort an die Gemeinden in der Landschaft Galatien ermutigt dazu, seine Ziele konsequent zu verfolgen. Paulus betont damit, dass derjenige, der statt auf das Fleisch auf den Geist sät und das beständig tut, auch ernten wird.

Wenn es dir ein ständiges Anliegen bleibt, dass Gottes Wille und Plan konsequent durch eine ganze Sportsaison hindurch geschehen soll, ist das ein zutiefst geistliches Anliegen. Du hast ihm bewusst eingeräumt, dass er all das, was du bist, sportlich vorbereitet hast und um dich herum geschieht, wie ein Puzzle nach seinen Gedanken zu einem von ihm gewollten Ergebnis zusammenbauen darf.

Das, was dann punktuell für einen Sporttag oder endgültig im Rahmen einer Meisterschaft feststeht, ist das, was im Sinne Jesu für dich für diesen Tag oder für eine ganze Saison geschehen sollte. Du wirst also nicht nur ernten, was du dir an Fähigkeiten erworben hast. Du wirst auch in deiner so wichtigen Sache Gottes Gedanken darüber „ernten“.

Du würdest „auf das Fleisch säen“, wenn du dich nur auf das verlassen würdest, was du meinst zu können. Wohlgemerkt: Einer, der Jesus noch nicht kennt, hat gar keine andere Möglichkeit als diese. Aber für jemanden, der schon „geschmeckt hat, wie freundlich der Herr ist“ (Vgl. Psalm 34,9), und Jesus trotzdem aus einem wesentlichen Bereich seines Lebens ausklammert, geht das nicht lange gut.

Guter Sport bringt automatisch den Wunsch nach dem Sieg mit sich. Auf das Geistliche säen, heißt, an dieser Stelle zu glauben, dass Gott alles Vorbereitete und Erwünschte vollständig berücksichtigt und aufgrund seiner unbegrenzten Möglichkeiten noch viel mehr daraus machen kann. Wer so dranbleibt, wird auch ernten.

Stimmt das auch morgen, Donnerstag? Wenn Sohn Nils bei der Fahrrad-Trial–Weltmeisterschaft in Andorra das Halbfinale fährt? Ganz sicher, wenn wir an Jesus bleiben!

Helmfried Riecker
Sportandacht von SRS